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Lokales

Hamburg-Mitte Kriminalität 2026: Zahlen, Stadtteile und Trends

Wie sicher ist Hamburg-Mitte? Die aktuellen Daten der Polizei Hamburg (Stand 2025), ein Ranking der 19 Stadtteile und der Vergleich mit den anderen sechs Hamburger Bezirken.

Von Ralf Berger | 4. September 2026
Hamburg-Mitte Kriminalität 2026: Zahlen, Stadtteile und Trends © Foto: Dietmar Rabich / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)
Block P der Speicherstadt in Hamburg-Mitte.

Wer in Hamburg-Mitte lebt, kennt die Schlagzeilen: Drogenszene am Hauptbahnhof, Schlägereien auf St. Pauli, Taschendiebe in der Innenstadt.[5] Doch wie sieht das Lagebild tatsächlich aus, wenn man die offiziellen Zahlen nebeneinanderlegt?

Wir haben den Stadtteilatlas der Polizei Hamburg (Polizeiliche Kriminalstatistik 2024/2025)[1] sowie die hamburgweite PKS-Auswertung für 2025[2] ausgewertet. Wir zeigen, wie viele Straftaten 2025 in Hamburg-Mitte registriert wurden, in welchen Stadtteilen die Belastung am höchsten ist, welche Delikte dominieren und warum der Bezirk in der Statistik so weit oben steht.

Was dich erwartet

Wie viele Straftaten gab es 2025 in Hamburg-Mitte?

Im Jahr 2025 hat die Polizei in Hamburg-Mitte insgesamt 78.923 Straftaten[1] erfasst. Das sind 5.551 Fälle weniger als im Vorjahr (84.474 Straftaten in 2024), ein Rückgang um 6,6 Prozent. Damit fiel die Kriminalität in Hamburg-Mitte stärker als im Hamburger Durchschnitt, wo die Zahl der Straftaten um 5,0 Prozent auf 213.596 Fälle sank.[2]

Die Aufklärungsquote lag im Bezirk 2025 bei 58,2 Prozent und damit deutlich über dem Hamburger Mittel von 49,1 Prozent.[1] Das liegt auch an der Deliktstruktur: In Hamburg-Mitte werden überdurchschnittlich viele Kontrolldelikte rund um den Hauptbahnhof registriert (etwa Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz und Drogen-Konsumentendelikte), die bei der Feststellung praktisch immer als aufgeklärt gelten.

Setzt man die Fallzahl in Beziehung zur Wohnbevölkerung, ergibt sich für Hamburg-Mitte eine rechnerische Häufigkeitszahl von rund 25.000 Straftaten je 100.000 Einwohner (78.923 Fälle bei 314.797 Einwohnern, Stand 31. Dezember 2024[4]). Dieser Wert liegt weit über dem Hamburger Schnitt von 11.468[2], ist aber mit Vorsicht zu lesen: Hamburg-Mitte ist mit Hauptbahnhof, City, Hafen und Vergnügungsmeilen der mit Abstand am stärksten frequentierte Bezirk Hamburgs, und viele Taten gehen auf Menschen zurück, die gar nicht hier wohnen.

Warum hier vor allem absolute Fallzahlen stehen

Die Polizei Hamburg veröffentlicht ihre Stadtteil-Daten als absolute Fallzahlen nach dem Tatortprinzip, also dort, wo die Tat passiert ist, nicht dort, wo Täter oder Opfer wohnen.[1] Eine Häufigkeitszahl pro 100.000 Einwohner ergibt auf Stadtteilebene oft ein verzerrtes Bild: In Quartieren wie St. Georg oder der Altstadt wohnen nur wenige Menschen, es halten sich aber täglich Zehntausende Pendler, Reisende und Besucher dort auf. Eine reine Pro-Kopf-Rechnung würde solche Stadtteile künstlich an die Spitze schieben. Wir nennen die Häufigkeitszahl deshalb nur auf Bezirks- und Stadtebene, wo sie aussagekräftig ist.

Hamburg-Mitte im Vergleich der sieben Bezirke

Mit 78.923 erfassten Straftaten ist Hamburg-Mitte 2025 mit Abstand der Bezirk mit den meisten Fällen in ganz Hamburg.[1] Auf den Bezirk entfallen rund 37 Prozent aller Straftaten, die in den sieben Hamburger Bezirken registriert wurden, obwohl hier nur etwa jeder sechste Hamburger wohnt. Der Abstand zum zweitplatzierten Bezirk ist enorm:

RangBezirkStraftaten 2025Veränderung ggü. 2024
1Hamburg-Mitte78.923-6,6 %
2Wandsbek27.048-6,2 %
3Hamburg-Nord27.209-1,7 %
4Altona22.920-6,5 %
5Eimsbüttel17.563-5,2 %
6Harburg15.955-9,3 %
7Bergedorf8.545-3,2 %
0k20k40k60k80k78.923Mitte27.209Nord27.048Wandsbek22.920Altona17.563Eimsbüttel15.955Harburg8.545Bergedorf

Erfasste Straftaten in den sieben Hamburger Bezirken 2025. Quelle: Polizei Hamburg, PKS-Stadtteilatlas 2024/2025.

Dass Hamburg-Mitte vorne liegt, hat strukturelle Gründe. Hier konzentriert sich fast alles, was viele Taten anzieht: der Hauptbahnhof als verkehrsreichster Bahnhof Deutschlands, die City mit ihren Sehenswürdigkeiten und Einkaufslagen, die Reeperbahn, der Hafen und die Drogenszene rund um St. Georg. Anders als in reinen Wohnbezirken steht hinter den Zahlen also zu einem großen Teil das Geschehen im öffentlichen Raum, nicht die Kriminalität unter den Anwohnern selbst.

Die häufigsten Delikte in Hamburg-Mitte

Wie überall in Hamburg macht Diebstahl auch in Hamburg-Mitte den größten Anteil aus. Auf den Plätzen folgen Körperverletzung und, bedingt durch Hauptbahnhof und Innenstadt, Laden- und Taschendiebstahl sowie Rauschgiftdelikte. Die Verteilung für 2025 im Überblick:

DeliktFälle 2025Veränderung ggü. 2024
Diebstahl insgesamt29.617-11,7 %
Körperverletzung insgesamt9.541-2,0 %
Ladendiebstahl7.298-4,5 %
Rauschgiftdelikte6.284-18,2 %
Taschendiebstahl5.773-13,6 %
Straftaten gegen das Aufenthaltsgesetz / Asylgesetz4.794+13,4 %
Sachbeschädigung4.329+10,9 %
Gewaltkriminalität (Summenschlüssel)4.230-4,5 %
Diebstahl an oder aus Kfz4.059-0,1 %
Gefährliche und schwere Körperverletzung2.840-3,1 %
Fahrraddiebstahl2.257-12,6 %
Raub und räuberische Erpressung1.270-9,3 %
Wohnungseinbruchdiebstahl443+5,7 %
Diebstahl von Kraftwagen317-17,0 %

Was hinter den Zahlen steckt:

  • Diebstahl dominiert, geht aber stark zurück. Mit 29.617 Fällen ist mehr als jede dritte registrierte Straftat im Bezirk ein Diebstahl. Gegenüber 2024 sank die Zahl um 11,7 Prozent. Allein der Taschendiebstahl (5.773 Fälle, -13,6 Prozent) und der Ladendiebstahl (7.298 Fälle, -4,5 Prozent) prägen die Innenstadtlagen.
  • Rauschgiftdelikte fallen deutlich. Der Rückgang um 18,2 Prozent auf 6.284 Fälle hängt vor allem mit der Teillegalisierung von Cannabis zusammen, die viele frühere Konsumentendelikte entfallen lässt.[2]
  • Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz steigen. Mit 4.794 Fällen (+13,4 Prozent) sind sie ein Sonderfall: Es handelt sich um Kontrolldelikte, die fast vollständig aufgeklärt werden und sich stark in St. Georg rund um den Hauptbahnhof ballen. Sie sagen mehr über die Kontrolldichte der Polizei aus als über das allgemeine Sicherheitsniveau.
  • Wohnungseinbruch bleibt selten. 443 Fälle bedeuten zwar ein Plus von 5,7 Prozent, im Verhältnis zur Einwohnerzahl ist Wohnungseinbruch in den dicht bebauten innerstädtischen Stadtteilen aber ein vergleichsweise seltenes Delikt.
  • Messer- und Schusswaffengewalt geht hamburgweit zurück. Die Zahl der Taten mit eingesetztem Messer fiel 2025 stadtweit auf 261 (2024: 399), ein Minus von 34,6 Prozent und der niedrigste Wert seit Beginn der Erfassung 2019.[2]

In welchen Stadtteilen von Hamburg-Mitte ist die Kriminalität am höchsten?

Hamburg-Mitte besteht aus 19 sehr unterschiedlichen Stadtteilen, von der HafenCity über St. Pauli bis nach Billstedt und Wilhelmsburg. Die Polizei weist die Fallzahlen für jeden Stadtteil einzeln aus.[1] Die folgende Tabelle zeigt die absoluten Straftaten 2025, sortiert nach Häufigkeit:

RangStadtteilStraftaten 2025AufklärungsquoteVeränderung
1St. Georg29.13173,7 %-5,9 %
2St. Pauli13.31645,3 %-11,1 %
3Hamburg-Altstadt7.31864,3 %-5,4 %
4Billstedt6.11050,4 %-4,8 %
5Wilhelmsburg5.02247,0 %-3,6 %
6Neustadt3.98850,7 %-6,3 %
7Hammerbrook2.92549,3 %-2,7 %
8Hamm2.77843,2 %-10,6 %
9Horn2.65844,5 %-10,4 %
10Rothenburgsort1.43351,9 %+6,1 %
11HafenCity1.37432,6 %+4,5 %
12Billbrook66938,7 %-0,6 %
13Veddel64854,5 %-4,1 %
14Borgfelde61839,2 %-15,1 %
15Finkenwerder49444,1 %-26,6 %
16Kleiner Grasbrook20939,2 %-2,3 %
17Steinwerder15638,5 %+47,2 %
18Waltershof7661,8 %-28,3 %

St. Georg führt die Liste mit 29.131 Fällen mit großem Abstand an, gefolgt von St. Pauli (13.316). Beide Werte muss man einordnen: In St. Georg liegt der Hamburger Hauptbahnhof, an dem sich Drogen- und Kontrolldelikte massiv ballen. Allein die Rauschgift-Konsumentendelikte (3.503 Fälle) und die Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz (3.195 Fälle) machen einen erheblichen Teil der St.-Georg-Zahlen aus, und beide werden zu über 95 Prozent aufgeklärt. St. Georg hat trotz seiner hohen Fallzahl nur rund 12.500 Einwohner.

Auf St. Pauli dominieren Vergnügungsviertel und Reeperbahn das Bild: Hier konzentrieren sich nachts Körperverletzungen, Taschendiebstahl und Raub, häufig unter Alkoholeinfluss.[2] Hamburgweit ereigneten sich 2025 knapp 44 Prozent aller Raubdelikte in den beiden Stadtteilen St. Pauli und St. Georg.

Die großen Wohnstadtteile Billstedt (6.110 Fälle bei rund 73.000 Einwohnern) und Wilhelmsburg (5.022 Fälle bei rund 54.000 Einwohnern) liegen bei den absoluten Zahlen zwar im oberen Mittelfeld, gemessen an ihrer großen Bevölkerung ist die Belastung dort aber spürbar niedriger als in den Innenstadtquartieren. Am ruhigsten sind die kleinen Hafen- und Randstadtteile wie Waltershof, Steinwerder und Kleiner Grasbrook, die nur eine zwei- bis dreistellige Fallzahl aufweisen.

Kriminalität im Zeitverlauf

Eine durchgehende Zeitreihe über zehn Jahre veröffentlicht die Polizei Hamburg auf Bezirksebene nicht. Für Hamburg-Mitte liegen im aktuellen Stadtteilatlas die Jahre 2024 und 2025 direkt vergleichbar vor: Die Fallzahl ging von 84.474 auf 78.923 zurück, ein Minus von 6,6 Prozent.[1]

Hamburgweit zeigt die Häufigkeitszahl, also die Zahl der Straftaten je 100.000 Einwohner, einen klaren Abwärtstrend. Sie sank 2025 um 5,6 Prozent auf 11.468 und liegt damit fast wieder auf dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019.[2] Da Hamburg-Mitte den größten Anteil an der Gesamtkriminalität stellt und 2025 sogar überdurchschnittlich stark zurückging, folgt der Bezirk diesem positiven Trend.

Der Rückgang verteilt sich nicht gleichmäßig: Während Diebstahl und Drogendelikte stark fielen, nahmen Sachbeschädigung (+10,9 Prozent) und die kontrollabhängigen Aufenthaltsdelikte (+13,4 Prozent) zu. Wer die Entwicklung im Bezirk verfolgt, sollte deshalb immer auf die einzelnen Deliktgruppen schauen und nicht nur auf die Gesamtsumme.

Wer sind die Tatverdächtigen in Hamburg?

Hinweis zur Datenebene

Die Polizei Hamburg weist Tatverdächtige nach Staatsangehörigkeit nur hamburgweit aus, nicht für einzelne Bezirke oder Stadtteile.[3] Die folgenden Anteile gelten also für ganz Hamburg und lassen sich nicht ohne Weiteres auf Hamburg-Mitte übertragen.

2025 hat die Polizei Hamburg insgesamt 64.516 Tatverdächtige erfasst, 3,7 Prozent weniger als im Vorjahr.[2] Der Rückgang geht besonders auf die unter 21-Jährigen zurück (-7,8 Prozent). Sowohl die Zahl der deutschen (-5,6 Prozent) als auch die der nichtdeutschen Tatverdächtigen ohne ausländerrechtliche Verstöße (-8,9 Prozent) ist gesunken.

Deutsche und nichtdeutsche Tatverdächtige

Klammert man die ausländerrechtlichen Verstöße aus, also Aufenthalts- und Asyldelikte, die nur Nichtdeutsche begehen können, entfielen 2025 hamburgweit:

  • rund 52,7 Prozent der Tatverdächtigen auf deutsche Staatsangehörige (30.415 Personen)
  • rund 47,3 Prozent auf nichtdeutsche Staatsangehörige (27.298 Personen, Vorjahr 48,2 Prozent)

Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger ist damit gegenüber 2024 sogar leicht gesunken. Wichtig: Die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen, die ausschließlich Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz begangen haben, stieg 2025 um 29,8 Prozent. Das sind reine Kontrolldelikte und hängt unter anderem damit zusammen, dass die Bundespolizei viele zurückgestellte Vorgänge mit Bezug zum Flughafen Hamburg abgearbeitet hat.[2]

Nicht jeder erfasste Tatverdächtige wohnt auch in Hamburg. Ein Teil der Fälle entfällt auf Pendler, Reisende und Reisetäter, was in einem Bezirk mit Hauptbahnhof, Flughafennähe und Hafen besonders ins Gewicht fällt. Bezogen auf die ansässige Bevölkerung lag die Tatverdächtigenbelastungszahl (TVBZ), also die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen mit Wohnsitz in Hamburg je 100.000 Einwohner ab 8 Jahren, 2025 bei 2.260 und damit 7,1 Prozent unter dem Vorjahreswert von 2.434.[2]

Kennzahl (Hamburg gesamt, 2025)Wert
Tatverdächtigenbelastungszahl (TVBZ) der ansässigen Tatverdächtigen2.260 je 100.000 Einw.
TVBZ im Vorjahr (2024)2.434 je 100.000 Einw.
Anteil aller in Hamburg gemeldeten Personen, die 2025 als tatverdächtig registriert wurden2,2 %

Was ist mit dem Migrationshintergrund?

Die Polizeiliche Kriminalstatistik erfasst nur die Staatsangehörigkeit, also den Pass, nicht den Migrationshintergrund einer Person.[6] Ein in Hamburg geborener Mensch mit deutschem Pass zählt als deutscher Tatverdächtiger, auch wenn die Familie eingewandert ist. Eine Aufschlüsselung nach Migrationshintergrund gibt die PKS nicht her.

Wichtige methodische Einschränkungen

Die Zahlen sollten ohne diese Einordnungen nicht weitergegeben werden:

  • Tatverdächtige sind keine verurteilten Täter. Die PKS erfasst Verdachtsfälle nach polizeilichem Abschluss der Ermittlungen.[6] Bis zu einem Urteil gilt jeder Tatverdächtige als unschuldig.
  • Tatortprinzip statt Wohnort. Eine Tat wird dort gezählt, wo sie passiert. Wer als Tourist auf St. Pauli beim Ladendiebstahl erwischt wird, taucht in der Hamburg-Mitte-Statistik auf, auch wenn er in Bremen, Warschau oder Paris wohnt.
  • Kontrolldelikte verzerren die Summe. Drogen- und Aufenthaltsdelikte hängen stark davon ab, wie intensiv die Polizei kontrolliert. Steigt die Kontrolldichte am Hauptbahnhof, steigen auch die registrierten Fälle, ohne dass sich das tatsächliche Geschehen ändern muss.
  • Demografische Effekte sind groß. Junge Männer sind die statistisch am stärksten kriminalitätsbelastete Gruppe. Da die nichtdeutsche Bevölkerung im Schnitt jünger und männerlastiger ist, ergeben sich allein daraus rechnerisch höhere Anteile.
  • Anzeigeverhalten ist nicht neutral. Nicht jede Straftat wird angezeigt. Die Anzeigequote unterscheidet sich nach Delikt, Umfeld und Viertel und beeinflusst, welche Fälle überhaupt in die Statistik kommen.

Häufige Fragen zur Kriminalität in Hamburg-Mitte

Welcher Stadtteil hat die meisten Straftaten in Hamburg-Mitte?

St. Georg führt das Ranking 2025 mit 29.131 erfassten Straftaten an, gefolgt von St. Pauli (13.316) und der Hamburg-Altstadt (7.318). Die hohe Zahl in St. Georg geht maßgeblich auf Drogen- und Kontrolldelikte rund um den Hauptbahnhof zurück und ist nicht mit dem Sicherheitsempfinden in einem Wohnviertel gleichzusetzen.

Welcher Stadtteil gilt als am ruhigsten?

Bei den absoluten Fallzahlen liegen die kleinen Hafenstadtteile Waltershof (76 Fälle), Steinwerder (156) und Kleiner Grasbrook (209) ganz unten. Unter den großen Wohnstadtteilen ist Hamburg-Mitte gemessen an der Einwohnerzahl in Billstedt und Wilhelmsburg vergleichsweise moderat belastet.

Wie sicher ist Hamburg-Mitte im Vergleich zu den anderen Bezirken?

Hamburg-Mitte verzeichnet mit 78.923 Straftaten die mit Abstand höchste Fallzahl aller sieben Hamburger Bezirke. Das liegt vor allem an Hauptbahnhof, City, Hafen und Vergnügungsvierteln, die viele Taten im öffentlichen Raum anziehen. Eine reine Pro-Kopf-Betrachtung überzeichnet den Bezirk, weil sich hier täglich weit mehr Menschen aufhalten, als hier wohnen.

Wie hoch ist die Aufklärungsquote in Hamburg-Mitte?

2025 lag die Aufklärungsquote im Bezirk bei 58,2 Prozent und damit über dem Hamburger Mittel von 49,1 Prozent. Der hohe Wert hängt mit dem großen Anteil an Kontrolldelikten zusammen, die fast immer als aufgeklärt gelten.

Geht die Kriminalität in Hamburg-Mitte zurück?

Ja. Die Zahl der Straftaten sank 2025 um 6,6 Prozent gegenüber 2024 und damit stärker als im Hamburger Durchschnitt (-5,0 Prozent). Hamburgweit ist die Häufigkeitszahl je 100.000 Einwohner auf 11.468 gefallen, fast auf das Niveau von 2019.

Wie hoch ist der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger?

Bei Straftaten ohne ausländerrechtliche Verstöße lag der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger 2025 hamburgweit bei rund 47,3 Prozent, leicht weniger als im Vorjahr (48,2 Prozent). Die Polizei Hamburg weist diese Zahlen nur stadtweit aus, nicht für einzelne Bezirke. Erfasst wird zudem nur die Staatsangehörigkeit, nicht der Migrationshintergrund.

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